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Gender - Mainstream

 
 
 
 
Gabriele Kuby:
Die globale sexuelle Revolution
Buchbesprechung von Dr.Alfons Adam
Genderismus: Wegen Erfolglosigkeit in Konkurs
 
 

 

 

Genderismus: Wegen Erfolglosigkeit in Konkurs

 Der Genderismus hat seine bisher schwerste Niederlage erlitten.

 

Wien (kath.net/www.Andreas-Unterberger.at) Es ist vielleicht die wichtigste Meldung seit langem – und ist dennoch oder vielleicht gerade deswegen von allen heimischen Medien unterdrückt worden: Ein großes Forschungsinstitut wird wegen Unwissenschaftlichkeit, wegen Sinn€- und Erfolglosigkeit zugesperrt. Freilich nicht in Österreich – hier wird der Genderismus von unseren dummen Universitäten sogar immer öfter zum Pflichtfach gemacht. Vielmehr passierte das ausgerechnet im sozialistischen(!) Norwegen, also jenem Land, das laut vielen Studien bei der Genderpolitik an der Spitze liegt. Genauso verblüffend ist, wer den Konkurs der Genderforschung ausgelöst hat: Es war eine kritische Dokumentation des norwegischen Staatsfernsehens.

Ein solcher Gender-kritischer Beitrag ist in Österreichs Medien wohl undenkbar. Hierzulande wiederholen der ORF wie die Zeitungen lieber 50 Mal im Jahr die gleiche Manipulationsstatistik über ungleiche Bezahlung angeblich gleicher Arbeitsleistung. Sie alle gehen aber jeder kritischen Auseinandersetzung mit dem Genderthema aus dem Weg.

Freilich soll man die Hoffnung nie ganz aufgeben. Hat doch sogar der ORF vor kurzem einen Beitrag gebracht, der ein anderes grün-linkes Dogma heftig angezweifelt hat, nämlich jenes von der menschengemachten globalen Erwärmung.

Ausgelöst wurde der Gender-Kollaps in Norwegen jedenfalls durch eine absolut sehenswerte und trotz ihrer Länge und ihres wissenschaftlichen Tiefgangs keineswegs langweilige Fernsehdokumentation (Nichtnorweger sollten keine Angst haben: Der Beitrag hat englische Untertitel). Darin werden die Gender-Ideologen televisionär so blamiert und vorgeführt wie zuletzt ein Ernst Strasser. Freilich mit dem Unterschied, dass sie nicht mit versteckter, sondern mit offener Kamera gefilmt worden sind. Der Sendungsmacher ist ein Soziologe, der einst selbst an der Uni mit dem Genderismus indoktriniert worden war. Er ging jetzt aber daran, die Genderismus-Behauptungen den naturwissenschaftlichen und medizinischen Forschungsergebnissen über den Unterschied zwischen den Geschlechtern gegenüberzustellen.

Dazu musste er freilich rund um die Welt reisen, nach Großbritannien und in die USA. Denn auch im Gender-Musterland Norwegen gab es bisher genausowenig wie in Österreich in all jenen Gebieten faktenorientierte Forschung, die von der Political Correctness für tabu erklärt worden sind.

Ausgangspunkt der Recherche war ein erstaunliches Paradoxon. In dem vielfach als Musterland der Gender-Umerziehung gepriesenen Norwegen hat sich auch nach Jahrzehnten der Anteil der weiblichen Ingenieure (Ingenieusen?) und der männlichen Krankenschwestern (Krankenbrüder?) nicht nachhaltig erhöht. Er ist kleiner als in vielen weniger feministischen Ländern.

Das ist übrigens ein ähnliches Faktum wie die steigende Wertschätzung für die familiäre Rolle als Mutter, die Umfragen unter jungen Österreicherinnen zeigen. Dabei versucht seit Jahren die gehirnwäscheartige Gender-Propaganda den jungen Menschen die Familie zu vermiesen.

Dieses norwegische Paradoxon kam dem neugierigen Fernsehmann jedenfalls seltsam vor. Denn im reichen Norwegen ist seit Jahrzehnten viel Geld für Aktionen und Propaganda ausgegeben worden, um Mädchen zum Ingenieur-Dasein zu verleiten und Burschen zur Karriere als männliche Krankenschwester. Denn das Land ist auf Anordnung der Politik seit langem Spitzenreiter bei der sogenannten „gendersensiblen“ Umerziehung. (Die ist ja auch schon seit einiger Zeit in linken Wiener Kindergärten eingezogen, wo sich Buben als Prinzessinnen verkleiden müssen usw.)

Trotz dieser ernüchternden Fakten schwören die universitären Gender-Professoren, dass die biologisch-genetisch unterschiedliche Prägung der Geschlechter sich nur auf die Sexualorgane beziehe und keinesfalls auf Verhalten, Einstellungen und Interessen. Alle diesbezüglichen Unterschiede seien bloße Produkte der Erziehung.

Diese Behauptung wird durch zahlreiche in dem Film präsentierten naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse als Unsinn entlarvt. Viele im frühesten Kindesalter durchgeführten Studien zeigen schon zu diesem Zeitpunkt signifikante Unterschied im Verhalten von Buben und Mädchen. Eine dieser Studien hat sogar Kinder in den allerersten Tagen nach der Geburt untersucht.

Die Mediziner sind sich einig: Ursache des zwischen den Geschlechtern unterschiedlichen Verhaltens ist der unterschiedliche Testosteron-Spiegel. Das ist ein genetisch bedingter Faktor, der sich nicht durch die Umwelt beeinflussen lässt. Dieser Unterschied sorgt für das jeder Mutter, jedem Vater bekannte geschlechtertypische Verhalten: Buben haben signifikant mehr Interesse an technischen Dingen, Mädchen liegen hingegen in Sachen Sprache und sozialer Orientierung voran.

Naturgemäß sind das immer nur Durchschnittswerte. Klarerweise gibt es Ausreißer in jede Richtung. Denn natürlich ist dieser Testosteron-Spiegel nicht bei jedem Buben, beziehungsweise jedem Mädchen genau gleich hoch. Daher sind jene Einzelfälle keineswegs ein Gegenbeweis, wo Mädchen begabte Technikerinnen und Buben außerordentliche Kontakt- und Sprachentalente sind. Die Naturwissenschafter sind sich jedenfalls absolut sicher, dass die Unterschiede im Verhalten primär genetisch und evolutionär bedingt sind – und nicht nur die Ausprägung der Sexualorgane.

All das hat die Menschheit natürlich seit Jahrtausenden gewusst. All das zeigt sich auch quer durch sämtliche Kulturen, wie eine Vergleichsstudie in 53 Ländern beweist. Bei allen sonstigen Differenzen zwischen den einzelnen Kulturen sind überall sehr ähnliche geschlechtertypische Verhaltens-Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu beobachten.

Bleibt noch die Antwort auf das norwegische Paradoxon offen: Warum verhalten sich gerade in so reichen Ländern Männer und Frauen bei der Berufswahl so besonders unterschiedlich? Die Antwort ist frappierend, aber in Wahrheit absolut logisch: Je reicher und freier eine Gesellschaft ist, umso weniger zwingt der ökonomische oder politische Druck zu Lebensentwürfen, die dem eigenen biologischen Programm widersprechen. Daher arbeiten in armen Drittwelt-Ländern die Frauen körperlich mindestens so hart wie die Männer; daher waren in den Nöten des Kommunismus die weiblichen Ingenieure viel verbreiteter als in der Freiheit des Westens.

Zurück nach Norwegen und zur angesprochenen Fernsehdokumentation: Wie reagierten nun die Genderologen, als ihnen der Interviewer dann in einer zweiten Runde diese empirischen Ergebnisse vorhielt? Es verschlug ihnen in erstaunlicher Art die Rede. Die einzige Antwort, die sie schließlich fanden: Sie hätten die bessere Theorie; daher könne die ganze Empirie nicht stimmen.

Wirklich sensationell war darauf die Reaktion der Politik: Das NIKK, das Nordische Gender-Institut, wurde umgehend zugesperrt. 56 Millionen Euro werden dort nun nicht mehr für theoretische Gender-Studien verschwendet. Ein Triumph für den Steuerzahler und für die Vernunft.

Die Gratulation an die Norweger zu diesem Triumph wollen wir heute nicht durch die vielen Niederlagen der Vernunft im eigenen Land trüben. Wir wollen daher heute nicht von den österreichischen Unis reden, wo auch jetzt noch immer mehr von dem angeblich so unzureichenden Steuergeld in zwanghafte Gender-Indoktrinierung gesteckt wird. Oder von der ununterbrochen redenden Frauenministerin, die die angebliche Diskriminierung mit angeblicher Schweigsamkeit der Frauen begründet.

Bewundern wir lieber den kühlen Intellekt der Nordmenschen. Sie erhöhen das Pensionsalter drastisch, wenn die Menschen immer älter werden. Sie sperren Forschungseinrichtungen einfach zu, wenn sie erkennen, dass dort nur Blödsinn, pardon: „Theorien“ produziert werden. Sie haben auch in den erdöllosen Ländern die Staatsschulden drastisch abgebaut, als sie die Brüchigkeit des einstigen Wohlfahrtsmodell erkannt haben. Man könnte absolut neidisch werden.

Es wäre verfrüht zu meinen, dass mit der norwegischen Niederlage der Genderismus trotz seiner hohen Kosten und den von ihm angerichteten schweren gesellschaftlichen Schäden schon tot wäre. Dagegen sprechen die existenziellen Interessen all jener, die davon sehr gut leben, und nach denen ansonsten auf dem Arbeitsmarkt absolut keine Nachfrage besteht. Dagegen sprechen die Erfahrungen mit den vielen Sekten, die weiterexistieren, obwohl der von ihnen schon mehrfach prophezeite Weltuntergang auch beim sechsten Mal nicht eingetreten ist.

Quelle: kath.net. 4.9.2012

 

Gabriele Kuby:
Die globale sexuelle Revolution

Eine Buchbesprechung von Dr. Alfons Adam
(Wörtliche Zitate sind gekennzeichnet. Zwischentitel und Anmerkungen stammen von der Redaktion.)

 Basis und Ausgangspunkt aller Überlegungen ist folgende Definition der Gender-Theorie: „Das biologische Geschlecht des Menschen als Mann und als Frau hat keine Bedeutung für seine Identität, sondern stellt eine ‚Diktatur der Natur‘ über die freie Selbstdefinition des Menschen dar, aus welcher sich der Mensch befreien muss… Mann und Frau, Ehe und Familie, Vater und Mutter, Sexualität und Fruchtbarkeit haben keinen Anspruch auf Natürlichkeit, vielmehr begründen sie die Hegemonie des Mannes über die Frau und der Heterosexualität über alle anderen Formen der Sexualität. Dies muss an der Wurzel zerstört werden.“ (S. 85). Darauf baut der Begriff Gender-Mainstreaming auf, der „zum Leitprinzip und zur Querschnittsaufgabe“ der Politik von UNO, EU und der meisten westlichen Länder geworden ist. Dies mit folgenden Auswirkungen: „Wer heute in politischen, akademischen, medialen und sogar im kirchlichem Raum Gründe dafür vorbringt, dass der sexuelle Akt ausschließlich in die eheliche Beziehung von Mann und Frau gehört und für die Empfängnis von Kindern offen sein sollte, wer die Frage der Entstehung, der Risiken und der Folgen nicht-heterosexuellen Verhaltens wissenschaftlich diskutiert oder sich gar den Strategien der sexuellen Deregulierung widersetzt, läuft Gefahr, aus dem öffentlichen Diskurs ausgegrenzt zu werden, mit Schimpfworten stigmatisiert zu werden, seine berufliche Stellung zu verlieren, von Interessengruppen in vielfältiger Weise gemobbt und diskriminiert zu werden. Die Kriminalisierung durch neue Straftatbestände wie ‚Homophobie‘, ‚Hassrede‘ und Antidiskriminierungsgesetze ist in einigen Ländern bereits Realität und wird global vorangetrieben.“ (S. 29).

Die globale politische Dimension

Im Rahmen der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dass die Familie die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft ist und Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat hat. „Heute kämpft die UN mit ihren mächtigen Unterorganisationen mehrheitlich für die Auflösung der Geschlechtsidentität von Mann und Frau, die Auflösung von Ehe und Familie, für die Spaltung zwischen den Generationen durch autonome ‚Kinderrechte‘, für die Auflösung der Sexualmoral, für Abtreibung als ‚Menschenrecht‘. Es scheint, als wären die Mächtigen dieser Erde von den guten Geistern der Vernunft, des Gewissens und der Brüderlichkeit verlassen.“ (S. 90).

Die von den radikalen Minderheiten der Feministinnen und der Homosexuellen vorangetriebene globale Durchsetzung einer neuen Ethik trifft sich mit dem strategischen Ziel der weltweiten Reduktion der Bevölkerung, deren Gründe und Zielsetzungen die Autorin ausführlich darlegt. Es geht kurz gesagt um Ausbau und Erhalt von Macht und Reichtum einer kleinen Minderheit, einer Art neuen Herrenrasse. Dem Ziel dienten folgende UN-Weltkonferenzen:

·         Bukarest 1974: Bevölkerung

·         New York 1990: Kinder

·         Rio 1992: Umwelt; 2012 Rio +20

·         Wien 1993: Menschenrechte

·         Kairo 1994: Bevölkerung

·         Peking 1995: Frauen; 2010 Peking +15

International Planned Parenthood Federation (IPPF), eine der größten Abtreibungsorganisationen der Welt, ist einer der wichtigsten Partner der UN für die globale Strategie der Bevölkerungskontrolle. IPPF war bei der UN-Konferenz 1974 in Bukarest Teil der amerikanischen Regierungsdelegation. „Die USA schreckten schon damals nicht davor zurück, ihre Entwicklungshilfe an Programme für Abtreibung und Sterilisation zu koppeln… Ein Beispiel: In Kooperation mit dem peruanischen Diktator Alberto Fujimoro hatte UNFPA (eine UN-Unterorganisation) 300.000 arme Frauen in Peru ohne ihre Zustimmung und oft sogar ohne ihr Wissen sterilisieren lassen. In China war die UNFPA wesentlich an der Einführung der brutalen Ein-Kind-Politik beteiligt.“ (S. 95). Im Jahr 2007 formulierten selbsternannte Menschenrechtsexperten ohne jede offizielle Autorisierung und Legitimation auf einer Tagung im indonesischen Yogyakarta 29 sogenannte „Prinzipien“, mit denen sich die Autorin aus gutem Grund ausführlich auseinandersetzt. Die Yogyakarta-Prinzipien (kurz YP) sind „ein Schlüsseldokument, um die Methoden und freiheitsgefährdenden Ziele der globalen sexuellen Revolution zu erkennen.“ (S. 107). Die YP haben zwei Begriffe definiert, die in der öffentlichen Auseinandersetzung eine wichtige Rolle spielen: „Der Begriff sexuelle Orientierung bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, sich emotional und sexuell intensiv zu Personen desselben oder eines anderen Geschlechts oder mehr als einen Geschlechts hingezogen zu fühlen und vertraute und sexuelle Beziehungen mit ihnen zu führen“. (Anmerkung: Soweit das Zitat aus den YP). In dieser Definition ist keine Art von sexueller Präferenz und Aktivität ausgeschlossen, als da sind: Pädophilie (Sex mit Kindern), Inzest (Sex mit Blutsverwandten), Polygamie, Polyandrie, Polyamorie (Sex mit mehreren Personen) oder Zoophilie (Sex mit Tieren). Ein weiteres Zitat aus den YP: „Unter geschlechtlicher Identität versteht man das tief empfundene und persönliche Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, das mit dem Geschlecht, das der betroffene Mensch bei seiner Geburt hatte, übereinstimmt oder nicht übereinstimmt; dies schließt die Wahrnehmung des eigenen Körpers (darunter auch die freiwillige Veränderung des äußeren körperlichen Erscheinungsbildes oder der Funktionen des Körpers durch medizinische, chirurgische oder andere Eingriffe) sowie andere Ausdrucksformen des Geschlechts, z.B. durch Kleidung, Sprache und Verhaltensweisen, ein.“ (S. 109 f). Als Methoden der Durchsetzung von YP durch bewusste und intelligente Manipulation nennt die Autorin die Aushöhlung der nationalen Souveränität, die Zuwendung von Finanzmitteln durch UN, EU und Einzelstaaten, exemplarische Prozesse an Gerichtshöfen aller Ebenen im Namen der Menschenrechte, Wandlung der Grundeinstellungen und soziale und juristische Sanktionierung von Widerstand (S. 122). An anderer Stelle definiert die Autorin Manipulation als besonders raffinierte Form der Lüge: „Jemand will einen anderen, ohne dass er es merkt, zu einer Veränderung seines Denkens und Handelns veranlassen.“ (S. 175). Die Förderung des Gender-Kurses durch die EU drückt sich unter anderem dadurch aus, dass die Organisation ILGA Europe (ILGA = International Lesbien, Gay, Bisexuell, Trans and Intersex Association) zu beinahe 70 % aus EU-Steuergeldern finanziert wird und dennoch als eine unabhängige Nicht-Regierungsorganisation gilt, welche angeblich die Interessen der „Zivilgesellschaft“ vertritt. (S. 135).

Das Europäische Parlament und der Europarat verabschieden regelmäßig Resolutionen und Gesetze, welche darauf zielen, eine neue Ethik im Bereich von Sexualität und Familie durchzusetzen. Das magische Zauberwort, das solide Mehrheiten garantiert, heißt „Homophobie“. „Jeder, der gegen solche Resolutionen stimmt, ist homophob, rassistisch, sexistisch und ganz allgemein ein Feind der Menschenrechte“. (S. 142). Die jüngste von der Autorin angeführte Entschließung ist vom 24.5.2012 und enthält einen direkten Angriff auf die Religions- und Gewissensfreiheit und will religiöse Gründe als Rechtfertigung für sogenannte Homophobie ausschließen. Die Resolution verlangt von den Mitgliedstaaten, die gleichgeschlechtliche „Ehe“ zu legalisieren, wobei dies gar nicht in die EU-Kompetenz fällt. (Anmerkung: Wie soll man diesen Druck außerhalb jeder rechtlichen Kompetenz nennen?)

Das österreichische Bundesministerium für Justiz führte 2007 eine Schulung für „RichterInnen“ durch zum Thema Justiz und Menschenrechte. Auf der hochkarätig besetzten Tagung bestand Konsens darüber, dass die Rechtsordnung der Vielfalt sexueller Lebensweisen anzupassen sei. Helmut Graupner, Jurist und Homoaktivist, forderte als Mindestaltersgrenze für straffreien Homo-Sex 14 Jahre und Informations- und Kommunikationsfreiheit für Pornografie und die vollständige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Zivilehe. (S. 165). Eine Wiener Web-Site stellt einen „geschlechtersensiblen“ Kindergarten vor, wo den Kindern „gesellschaftliche Rollenvorstellungen“ ausgetrieben werden sollen. „Die kleinen Mädchen werden angeleitet, Fußball zu spielen, sich körperlich durchzusetzen, zu schreien und zu boxen… Buben hingegen sollen durch Massage und Körperpflege (Kosmetikkorb) eine positive Körperwahrnehmung erlernen, in der Interaktion fürsorglich und behutsam sein, Zurückstecken und Verlieren üben und gerne in weibliche Rollen schlüpfen, indem sie sich als Prinzessin verkleiden und die Nägel lackieren“ – und mit Puppen spielen. „Die gezielte Verunsicherung der Geschlechtsidentität von Kindern ist aber keine Befreiung, sondern ideologischer Missbrauch des abhängigen Kindes, denn: …Kein eindeutiges Empfinden zu haben, ob man männlich oder weiblich ist, ist Zeichen einer psychischen Störung.“ (S. 169).

Artikel 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention spricht heiratsfähigen Männern und Frauen das Recht auf Eheschließung zu. Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union hingegen, welche 2009 Rechtskraft erlangte, erwähnt Männer und Frauen nicht mehr. Das Ehe- und Familienrecht fällt zwar in die Kompetenz der einzelnen Mitgliedstaaten, bewusst wurde aber vom Konvent zur Grundrechte-Charta der Weg freigemacht, das Recht auf Ehe „zeitgemäßer“ zu gestalten. Wenn man nun sieht, welchen Druck das Europäische Parlament auf die EU-Mitgliedstaaten ausübt, dann wird klar, wohin der Weg gehen soll.

An der Durchsetzung von „Homo-Ehe“ und Abtreibung als „Menschenrecht“ arbeitet auch die im Jahre 2007 in Wien gegründete Grundrechteagentur (FRA), einer Behörde mit 50 Angestellten und einem Jahreshaushalt von 20 Millionen Euro. Das erste Projekt dieser Agentur war eine europaweite Untersuchung über „Homophobie“ und „Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung“ in den EU-Mitgliedstaaten. Die weltweit größte Abtreibungsorganisation International Planned Parenthood Federation (IPPF) hat einen deutschen Ableger, einen gemeinnützigen Verein namens Pro Familia. Vom deutschen Familienministerium erhielt dieser Verein im Jahr 2011 EUR 784.000,00 an Fördermitteln. Darüber hinaus werden Einzelmaßnahmen dieses Vereins durch öffentliche Gelder gefördert. Die Beratungsstellen und Pro Familia erhielten im selben Jahr EUR 25,5 Mio. an staatlicher Finanzierung. Weitere rund 30 Mio. EUR fließen den Pro Familia-Abtreibungszentren über die gesetzlichen Krankenkassen zu, welche die Kosten für die Tötung ungeborener Kinder tragen. (In Österreich ist zumindest offiziell Derartiges nicht bekannt. Aus Ärztekreisen ist zu erfahren, dass von den Krankenkassen Abtreibungen verdeckt finanziert werden.) „Das österreichische Institut für Sexualpädagogik hat im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst den Film ‚Sex, we can?!‘ und dazu ein Manual für Lehrer und Erzieher erstellt“ (S. 320). Einige Beispiele zum Inhalt dieses „Lehrmaterials“: Zwei Jungen schauen sich einen Sexfilm an und unterhalten sich über Kondome. Elena hilft Sophie bei der Auswahl des passenden Verhütungsmittels, inklusive „Pille danach“, und klärt sie darüber auf, dass das die Eltern nichts angeht, und sie schlafen kann, mit wem sie will. Man sieht Sophie und David beim „ersten Mal“. David zieht sich ein Kondom über, aber die beiden haben Probleme. David: „Ich komm nicht rein.“ Sophie sagt zu Elena: „Ich bin noch nicht so weit. Morgen vielleicht oder übermorgen.“ Elena: „Du lässt ihn jetzt sofort rein!“. Mit den Jugendlichen im Bild sieht der Zuschauer einen Pornoclip mit Plastikpuppen, inklusive Oral- und Analsex. Dies dient angeblich der Vermittlung von „Pornokompetenz“. Ziel ist, „die sexuelle Bildung von Kindern ab null Jahren bis zur Volljährigkeit. Schon Babies sollen gezielt dabei unterstützt werden, Lustgefühle zu erzeugen.“ (S. 321).

Die Weltgesundheitsorganisation WHO betreibt aktiv die Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen. Der Mensch habe ab der Geburt ein Bedürfnis nach sexueller Betätigung und ein „Recht“ darauf. Die Erwachsenen sollen diese Bedürfnisse von Anfang an stimulieren, mit dem Kind in jeder Altersstufe über die sexuellen Vorgänge im Detail sprechen und ihnen Gelegenheit geben, ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben. Beispiele für altersgemäße sexuelle Bildung: Ab 4 Jahren wird das Kind in gleichgeschlechtliche Beziehungen eingeführt. Es wird mit den verschiedenen Zerfallsformen von Familien vertraut gemacht. Zwischen 6 und 9 Jahren wird es über Sex in den Medien aufgeklärt, weiter zur Masturbation angehalten und über die sexuellen Rechte von Kindern aufgeklärt. (S. 335).

Auf der Ebene der UN und EU wird um die verfassungsrechtliche Verankerung von „Kinderrechten“ gekämpft, welche die Auflösung der elterlichen Erziehungsautorität und die Sexualisierung der Kinder zum Ziel hat. (S. 351).

Schule und Bildungseinrichtungen

An deutschen Universitäten gibt es (bisher) 29 Gender-Studies. Gender-Forschung und Gender-Lehre findet darüber hinaus an geisteswissenschaftlichen Lehrstühlen (Soziologie, Politikwissenschaften, Geschichte, Literaturwissenschaften) statt. Forschungsgegenstand ist die eigene sexuelle Abartigkeit der „Forscher“. (S. 161).

Die schweizerische Sozialistin Doris Stump hat im Juni 2010 im Europarat den Antrag eingebracht, die Frauen in den Medien nicht mehr „als passive und minderwertige Wesen, Mütter oder Sexualobjekte“ darzustellen. Ähnliches wird aus Schottland und von der (ehemaligen) US-Außenministerin Hilary Clinton berichtet. (Das erste Wort, das ein Kind sprechen lernt, soll also aus der Sprache getilgt werden). Die institutionellen Speerspitzen eines sexualpädagogischen Netzwerkes sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, eine dem deutschen Gesundheitsministerium unterstellte Behörde, das Institut für Sexualpädagogik in Dortmund und Pro Familia. Die sexuelle Indoktrination wird mit zielgruppenorientierten, illustrierten Broschüren betrieben, die kostenlos über Internet bestellt werden können und hunderttausendfach an Lehrer, Erzieher, Jugendleiter, Kinder und Jugendliche verteilt werden. Die Inhalte lassen sich folgend zusammenfassen: „Mädchen und Jungen werden belehrt über erogene Zonen, über Petting mit und ohne Kleider, über Stellungen beim Geschlechtsverkehr, über Oralsex und Analsex; Homo- und Bisexualität werden als normale Optionen dargestellt; auch das Anschauen von Pornos, um sich dabei zu erregen, gilt als ‚völlig normal‘.“ (S. 303). Kooperationspartner in Österreich ist das Österreichische Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie in Wien. Ein internationaler Zusammenschluss der Berufsverbände aus Deutschland, der Schweiz, Südtirol (Plattform für Sexualpädagogik), Österreich (Plattform Sexuelle Bildung) ist „Die sexualpädagogische Allianz“.

Nur ein Beispiel dafür, was sich im Bildungsbereich abspielt: Prof. Dr. Günther Deggener ist Dipl.-Psychologe an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Homburg/Saar, tritt als Gutachter in Missbrauchsprozessen auf und ist Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes im Saarland. Davon ausgehend, „dass etwa 20 bis 25 Prozent der Vergewaltigungen und 30 bis 40 Prozent der sexuellen Missbrauchshandlungen durch Kinder bzw. Jugendliche bzw. Heranwachsende begangen werden, empfiehlt dieser Sachverständige in seinem Buch „Kindesmissbrauch - erkennen, helfen, vorbeugen“, eine breite Verteilung der Informationsmaterialen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und äußert sich zustimmend dazu, dass mit Kindern über „Lustgefühle, Spaß, Erektion und Orgasmus“ gesprochen werden soll, sowie „über Selbstbefriedigung, Petting und Geschlechtsverkehr“. Die Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen wird als Missbrauchs-Prävention empfohlen. (S.331). Anmerkung: Europa schafft sich nicht nur ab, es verblödet auch zusehends.

Zur Zusammenarbeit mit den Eltern wird kühn behauptet: „Das Elternrecht wird durch die Sexualerziehung in der Schule nicht beschnitten“, aber: „Eltern haben kein Recht, Sexualerziehung in der Schule zu verhindern oder ihr Kind vom Unterricht fernzuhalten.“ Leider entspricht dies der Rechtsprechung der Gerichte bis hin zum Europäischen Gerichtshof. Für Österreich gilt: Alle österreichischen Schulen wurden von der Regierung angewiesen, Sexualerziehung müsse an der „Pluralität der Wertvorstellungen, Achtung gleichgeschlechtlicher Partnerschaftsformen, …kritischer Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Argumentationen orientiert sein. Lehrpersonal und Informationsmaterial mit anderem Standpunkt dürfen nicht mehr zugelassen werden, dies gelte auch für christliche Schulen.“ (S. 396).

 

Wie der christlichen Verkündigung der Boden entzogen wird

„Die für den Menschen essentielle moralische Unterscheidung zwischen richtig und falsch, gut und böse, soll im Bereich der Sexualität verboten werden. Menschenrechte, die damit in Konflikt stehen könnten wie z.B. die Religionsfreiheit, werden als nachrangig betrachtet. Es darf nicht mehr gepredigt, gelehrt und dazu erzogen werden, dass die Sexualität die doppelte Aufgabe der liebenden Vereinigung von Mann und Frau und der Zeugung von Kindern hat, obwohl stabile heterosexuelle Beziehungen von existenziellem Interesse für die Gesellschaft sind.“ (S. 111 f).

Die YP-Autoren verlangen, dass die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit „nicht durch Vorstellungen über die öffentliche Ordnung, öffentliche Moral, öffentliche Gesundheit und öffentliche Sicherheit (…) eingeschränkt werden.“ (S. 124).

Seit 1994 verabschiedet das EU-Parlament regelmäßig Entschließungen, welche die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben fordern, dabei ist der Begriff Familie verpönt. Statt Familie heißt es nun: intergenerationeller Solidaritätszusammenhang. (S.242).

„Gemäß der Genesis ist der Mensch als Abbild Gottes, als Mann und Frau geschaffen (Gen 1,26-28), zur gegenseitigen Ergänzung bestimmt und zur Fruchtbarkeit berufen… Diese Schöpfungsordnung verbietet in der Sexualität die Überschreitung der gesetzten Grenzen: der Grenze der Geschlechterpolarität durch Homosexualität, der Grenze der Verwandtschaft durch Inzest und der Grenze der Gattungen durch sexuellen Verkehr mit Tieren. Die heidnischen Völker, von denen die Juden umgeben waren, haben dies alles getan (vgl. Gen 18,20).“ (S.265 f).

„Es scheint innerhalb der katholischen Kirche homosexuelle Netzwerke zu geben, welche sich insbesondere in den Siebzigerjahren etabliert haben.“ (S. 285). Michael S. Rose beschreibt die Selektionspraxis in vielen US-amerikanischen Priesterseminaren: die Priesteramtskandidaten mit normaler männlicher Identität wurden ausgesondert, liberale, homosexuell orientierte Kandidaten wurden bevorzugt aufgenommen, gefördert und geweiht. Diese Praxis hat es aber nicht nur in den USA gegeben, wie einem Aufsatz des polnischen Moraltheologen Dariusz Oko „Mit dem Papst gegen die Homohäresie“ zu entnehmen ist. Es ist dies ein wichtiger Teilaspekt zur Erklärung des Niedergangs der katholischen Kirche in den letzten 3 Jahrzehnten. Deshalb kämpft Papst Benedikt XVI. mit dem Prinzip „Null-Toleranz“ gegen die Seuche der Pädophilie und Ephebophilie (die homosexuelle Neigung zu pubertierenden Jungen in der Kirche). Dazu erließ er im November 2005 eine neue Instruktion für die Zulassungsbedingungen zum Priesterseminar. (S. 286).

 

Kriminalisierung des Widerstandes

„Reproduktive Rechte“ und „reproduktive Gesundheit“ stehen für alles, was den „Revolutionären“ wichtig ist: freie Entscheidung (insbesondere der Frau), die Zahl der Sexualpartner, der sexuellen Orientierung und der Abtreibung.

Der große Durchbruch für „reproduktive Rechte“ ist der Bevölkerungskonferenz der UN in Kairo 1994 zuzuschreiben. Im Vorfeld waren Anzeigen erschienen wie diese: „Papst verbietet Geburtenkontrolle - Millionen hungern“. Eine Anschuldigung, die ein wenig umgewandelt im Jahr 2011 gegen Papst Benedikt XVI. erneut erhoben wurde - nach gleichem Muster: „Papst verbietet Kondome - Millionen sterben an Aids“. (In Wirklichkeit hatte Papst Benedikt lediglich gesagt, man könne das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln, weil ihre Benutzung das Problem verschlimmere.) (S. 97).

„Für die YP-Autoren beruhen alle Behauptungen über unaufhebbare Unterschiede zwischen Mann und Frau auf ‚Vorurteilen und stereotypen Vorstellungen von Männer- und Frauenrollen‘. Die YP wollen diese ‚Vorurteile‘ weltweit ausmerzen.“ (S. 112).

Das letzte YP-Prinzip 29 fordert, dass es keine Straffreiheit für Personen geben darf, die „Menschenrechtsverletzungen“ im Zusammenhang mit sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität begehen. Demgemäß „müssen“ die Verantwortlichen vor Gericht gestellt und angemessen bestraft werden. Es müssen Überwachungsmechanismen geschaffen werden. Es müssen alle Hindernisse beseitigt werden, welche einer Kriminalisierung der Opposition im Wege stehen. Das läuft auf die Unterdrückung und Kriminalisierung jeder Art von Widerstand gegen die Erhebung des neuen Gender-Menschen zur allgemein gültigen Norm hinaus und auf den Aufbau eines Überwachungsstaates. (S. 129).

In einer Resolution des Europäischen Parlaments vom 18.1.2006 werden die Staaten aufgefordert, Homophobie strafrechtlich zu verfolgen und die Staaten durch die EU-Instanzen zu kontrollieren. „Homophobie“ wird definiert als „irrationale Angst und Ablehnung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen.“ (Anmerkung: Eine Phobie ist an sich pathologisch, also krankhaft. Demgemäß sollen also Krankheitszustände kriminalisiert werden.) (S. 143).

Ein weiterer wichtiger Begriff zum Verständnis ist „Hate Crime“, also „Hassdelikt“. Mit dem Begriff „Hassdelikt“ werden nicht mehr Taten unter Strafe gestellt, sondern innere Einstellungen, Gefühle bis hin zu krankhaften oder angeblich krankhaften Angstzuständen. „Die Aversion gegen Homosexualität (LGBTI) muss ausgemerzt werden; Religionsfreiheit dient der Verschleierung, das Volk muss zur neuen Moral erzogen werden; wenn das nicht genügt, müssen Gesetze geschaffen werden, welche die ‚Aversion‘ als ‚Hassrede‘ einstufen und verfolgen; alle Arten von Diskriminierung in allen Bereichen sollen äußerst effizient geahndet werden; dafür muss der Staat Mittel zur Verfügung stellen, um den Prozess strikt zu überwachen und jede Unterlassung eines Mitgliedstaates zu melden.“ (S. 255).

„Niemand täusche sich: Die totalitären, kulturrevolutionären Ziele, welche hier das Europäische Parlament der Weltöffentlichkeit präsentiert, werden äußerst effizient realisiert. Die ‚erzieherischen Maßnahmen‘ werden in Kindergärten und Schulen mittels Sexualerziehung implementiert; um die ‚Homo-Ehe‘ wird in jedem Land gekämpft; Antidiskriminierungsgesetze und neue strafrechtliche Tatbestände wie „Hassrede“ werden geschaffen, finanzielle Ressourcen in Milliardenhöhe werden von der UN, EU und Regierungen für den Kulturkampf zur Verfügung gestellt; Kontrollbehörden werden durch die EU in jedem Mitgliedsland eingerichtet. Dies alles im Namen von Freiheit, Toleranz und Menschenrechten.“ (S 255 f).

Das Bayerische Verwaltungsgericht hat bereits 1986 entschieden, dass die allgemeine Schulpflicht und die sich daraus ergebenden weiteren Pflichten in zulässiger Weise das elterliche Bestimmungsrecht über die Erziehung des Kindes beschränken. „Seitdem wurde Eltern in mehreren Fällen das Sorgerecht entzogen, weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder von sexuellen Indoktrinationsveranstaltungen fernhielten.“ (S. 299). Einige Beispiel aus einer Vielzahl von Diskriminierungen:

Vier Schweden verteilten im Jahr 2004 Flugblätter gegen die „homosexuelle“ Propaganda an Schulen. Sie wurden zu Gefängnisstrafen mit Bewährung und Bußgeldern bis zu EUR 2.000,00 verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erachtete ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht als verletzt, weil sie „unnötig offensiv“ gewesen seien. (S. 389).

Pastor Ake Green wurde 2004 in Schweden zu einem Monat Gefängnis verurteilt, weil er in der Predigt über die biblische Verurteilung von praktizierter Homosexualität gesprochen hatte. (S. 392).

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt unter Berufung auf das Recht der freien Meinungsäußerung die katholische Universität von Mailand im Jahr 2009 zur Verlängerung des Vertrages eines Professors, der die Lehrmeinung vertrat, Jesus sei ein durch und durch schlechter Mensch gewesen. (S. 393).

 

„Pornografie ganz normal?“ ist die Überschrift über das Kapitel IX.

Auch hier eine Fülle von Informationen. 2 Millionen Kinder werden weltweit im Netz angeboten oder bei sexualisierter Gewalt abgebildet. Allein innerhalb der EU sind jedes Jahr mehrere 100.000 Kinder vom Kinderhandel betroffen, entsprechend von Angebot und Nachfrage im Internet.

„Pornografie durchzieht die gesamte Gesellschaft, alle Schichten, alle Berufsgruppen, alle Altersgruppen. Anders als Fress- oder Magersucht sieht man Pornografiesucht den Menschen nicht an, jedenfalls nicht auf den ersten Blick… (S. 197 ff). Kommt den Menschen, die vor dem Bildschirm nach sexueller Erregung gieren, jemals der Gedanke, dass es die eigene Tochter, Schwester, Frau, Mutter, oder auch der eigene Sohn oder Mann sein könnte, der vor der Kamera steht? Warum realisieren Pornografie-Konsumenten nicht, dass es Menschen sind, durch deren Entwürdigung und Demütigung sie sich selbst entwürdigen und demütigen.“

Die Erklärung dafür ist, dass Pornografie süchtig macht. „War da nicht die Rede vom ‚mündigen Menschen‘, dessen Freiheit nicht durch ein Verbot der Pornografie eingeschränkt werden dürfe? 10 Prozent der Männer in Deutschland gelten als pornografiesüchtig. Wie ‚frei‘ sind sie, wie ‚mündig‘?“ „Waren früher die Handlungen und Bilder tabu, an welchen sich Jung und Alt heute mit ein paar Mausklicks weiden können, so ist es inzwischen ein Tabu, die zerstörerischen Folgen des Pornografiekonsums für den Einzelnen, für Ehe und Familie und für die ganze Gesellschaft beim Namen zu nennen. Es darf nicht ins allgemeine Bewusstsein gelangen, dass Pornografie die lebenstragenden Beziehungen zerstört und im klinischen Sinn süchtig macht. Das ist das Ergebnis einer Fülle von Studien, welche die Auswirkungen der Pornografie untersucht haben.“ (S. 201).

„Die Schattenseite des Feminismus ist die Pornografie. Die nach außen dringende sexuelle Kraft des Mannes findet keine Geborgenheit und Heimat in der Frau, sie wird wild und gewalttätig, unterwirft und demütigt die Frau.“ (S. 206).