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ermordet!!
(Nach Angaben der UNO)

 

Wo eine Gesellschaft sich dazu verführen läßt, be-stimmte Personen als nicht voll menschlich und daher minderwertig und ohne Anspruch auf Achtung zu betrachten, dort sind die kulturellen Voraussetzungen für einen menschlichen Holocaust gegeben.

 

Ronald Reagan "Recht zum Leben" S.24/25

 

 

 

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Banken mit Krediten über 120 Mio. im Rotlicht-Geschäft

Alle namhaften Geldinstitute haben massive Pfandrechte an Bordellen in ganz Österreich

 
Österreichs Banken sind offenbar von der Wirtschaftskraft des Sexgewerbes überzeugt: Bordelle von Vorarlberg bis Wien haben problemlos Kredite über zusammen 120 Millionen Euro erhalten.
 


Ein Tiroler Geschäftsmann kaufte um 750.000 Euro das Grundstück mit der abgebrannten Bordellruine, ehemals „Mona Lisa“ und errichtete das „Casa Bianca“: 3,3 Mio. Kredit von der Landeshypo. Foto: Wild

Von der viel zitierten Kreditklemme, wie sie kleine Betriebe und private Wohnungskäufer nun trifft, spürt die heimische Sexbranche wenig. Denn die Bordell-Liegenschaften sind landauf landab mit enormen Pfandrechtssummen von Banken zugepflastert: Österreichische Geldinstitute haben zusammen rund 120 Mio. Euro an Krediten ins Rotlichtmilieu vergeben (bzw. Darlehen bis zu diesem Höchstausmaß besichert). Die Finanzierungen stammen von allen namhaften Geldinstituten, von der österreichisch-italienischen Großbank, über die Genossenschaftsmultis bis hin zur kleinen Filiale in der Provinz.
Das Geld fließt in der Regel in Neubau, Umbau und Übernahmen. Was im Einzelfall allerdings ins Auge sticht, sind extrem hohe Pfandrechte, die in einem gewissen Widerspruch zum Wert der Liegenschaft stehen (wenn etwa ein heruntergekommenes Gürtelbordell in Wien mit 12,7 Mio. Euro in der Kreide steht). Natürlich versichern die Kreditpartner der Geld- und der Sexbranche, dass man ausschließlich seriöse Geschäfte tätige.

 

25.000 Euro Zinsen für ein Bordell

Ein Tiroler Unternehmer ist mit drei Sex-Etablissements groß im Geschäft und leistet gigantische Rückzahlungen. Der 52-jährige Tiroler Josef E. (Name geändert) gehört zur neuen Generation von Geschäftsleuten im Prostitutionsgewerbe: Man hat Familie, Anwalt, Steuerberater und Angestellte, distanziert sich von der alten Sorte Zuhälter, zahlt angeblich brav alle Abgaben und Steuern und ist überzeugt, dass auch die Prostituierten von heute „emanzipierte Frauen“ seien.

In der Tat findet im Sexgewerbe eine Strukturbereinigung statt, die Hand in Hand mit gesellschaftlichen Entwicklungen geht. So hat Josef E. mit Hilfe mehrerer Banken ein beachtliches Bordell-Imperium aufgebaut. Über mehrere Firmen (HHS Immobilien-, Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, HHS Betriebs GmbH, Tivoli Gaststätten Betriebs GmbH) führt er die Bordelle „Casa Bianca“ in Innsbruck und Hallein und den „Funpalast“ in Wien, der eine Großinvestition war. E. hat im 23. Wiener Gemeindebezirk, im Gewerbegebiet Inzersdorf, ein 7000 qm großes Areal von der Firma Baccardi erworben und darauf einen weitläufigen FKK-Saunatempel aus dem Boden gestampft. Das Geschäftsprinzip des durchgestylten Wellness-Tempels ist das Rundum-Service: Neben Fitnesscenter und Gastronomie bieten auch selbstständige Erotikfachfrauen ihre Dienste an, wobei die Gäste 80 Euro, die Prostituierten 50 Euro Eintritt zahlen. „Bei uns stehen keine Zuhälterautos vor dem Betrieb“, erklärt E.s Mitarbeiter und Funpalast-Leiter Christoph Lielacher. Laut einer deutschen Studie gehe der Sexmarkt in zwei Richtungen, erläutert der ehemalige Marketingfachmann: „Der eine Trend sind die Laufhäuser, nach dem Motto: günstig, schnell und einfach, und der andere Trend sind exklusive Saunaklubs für den gehobenen Gast“, so Lielacher. Die kostenintensiven „Champagnerhütten“ und Bordelle alten Stils würden aussterben. Auch in Wien seien in kürzester Zeit gerade drei neue Laufhäuser gebaut worden (ein Trend, der auch die Salzburger Rotlichtszene erfasst hat).

 

Bank will nicht im Grundbuch aufscheinen

Um derartige Projekte auf die Beine zu stellen, braucht es Geld, viel Geld. Der Tiroler Geschäftsmann E. etwa konnte die Salzburger Landes-Hypothekenbank für Darlehen gewinnen: E.s Gesellschaften haben für die Wiener Sextherme 2,05 Mio. Euro und für das Halleiner Bordell 3,3 Mio. Euro eingeräumt bekommen (laut den dem SF vorliegenden Treuhand-Verträgen). In den Grundbüchern der drei Bordell-Liegenschaften in Wien, Hallein und Innsbruck finden sich Hypothekarbesicherungen in der Höhe von 10,176 Mio. Euro (gehalten von der Salzburger Landes-Hypo und einer Tiroler Genossenschaftsbank). Bekanntes pikantes Detail am Rande: Im öffentlichen Grundbuch scheint nicht die Salzburger Hypo, sondern ein Salzburger Notar auf, an den man „aus beiderseitigem Wunsch“ die Forderung zediert hat (Vereinbarungen vom 26. 9. 2007 und 22. 11. 2004).
Geschäftsmann Josef E., der persönlich in der SF-Redaktion erschien, um etwaige „Vorurteile und falsche Sichtweisen“ zu korrigieren, sagt, dass die hohen Pfandrechte nicht bedeuten müssten, „dass das alles noch offen ist“. Dann trägt er beeindruckende Zahlen vor: „Ich zahle im Monat 25.000 Euro Zinsen für das Casa Bianca in Hallein (er hat die Brandruine des Vorgängerbordells neu aufgebaut, Anm.), ich liefere dem Finanzamt Innsbruck pünktlich am 15. des Monats 36.000 Euro ab. In Summe“, sagt E. und nimmt sich einen Tischrechner, „tilge ich für alle Betriebe monatlich cirka 110.000 Euro“ (wobei die Redaktion diese astronomische Summe nicht überprüfen konnte). Ja, das Geschäft gehe gut, sagt E. – „oder sagen wir besser, es ist zufriedenstellend“.
 


Pornojäger Martin Humer hat in den Urkundensammlungen der Gerichte gewühlt und das Banken-Engagement im Rotlichtmilieu ausgehoben. Foto: Internet

Aufgedeckt hat das heimische Banken-Engagement im Rotlichtmilieu der nimmermüde „Pornojäger“ Martin Humer. Humers „Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft“ hat in den Urkundensammlungen der Gerichte gegraben und alles ins Internet gestellt (www.pornojaeger.at). Der 84-jährige Radikalkatholik aus Waizenkirchen in Niederösterreich hört zwar nicht mehr so gut, kommt beim Thema aber immer noch schnell in Fahrt („ganz üble Burschen, Leute, die außer Frechheit keine geistige Stärke haben“).

 

„Üble Burschen und freche Leute“

Aus Humers Datensammlung: Ein Tabledance-Club im niederösterreichischen Amstetten hat ein Pfandrecht über 6,1 Mio. Euro eingetragen – eine Hypothek, die gleich hoch ist wie für die Liegenschaft in der feinsten Wiener Innenstadt, die das Luxusbordell „Babylon“ beherbergt (das Haus Seilerstätte 1 nahe dem Wiener Stephansdom wurde im Vorjahr vom Besitzer des benachbarten Hotel-Palais Coburg um 9 Mio. Euro erworben). Auch ein Bordell in Telfs in Tirol am symbolhaften „Bease-Buam-Weg“ hat eine Hypothekarbesicherung von 5 Mio. Euro. Ein Salzburger Geldinstitut hat bei der Übernahme des Traditionsbordells „Maison de Plaisir“ in der Steingasse geholfen, das nun eine Salzburger Unternehmerfamilie führt (360.000 Euro Pfand). Und selbst der „1. Exdream SM Fetish Club“, der angeblich in Straßwalchen residieren soll, hat laut Humers Liste eine Hypothek über 390.000 Euro. „Kredite zwischen zwei und drei Millionen sind sicher nicht übertrieben für Objekte in bestimmten Größenordnungen“, meint der Salzburger Wirtschaftstreuhänder Christian Bernstorf. Extrem hohe Besicherungen für mittelmäßige oder gar heruntergekommene Immobilien „seien allerdings hinterfragenswert“ (siehe Kasten).

 

Altersheim oder Bordell, das ist egal

Reinhard Salhofer, Generaldirektor der Landes-Hypothekenbank, sieht das Engagement im horizontalen Gewerbe nicht unter moralischen Aspekten: „Für uns ist das eine Immobilienfinanzierung, was der Kreditnehmer dann macht, ob der ein Altersheim oder ein Bordell macht, ist Sache des Investors.“ Die 5 Mio. Euro-Darlehen für den Tiroler Betreiber seien „Immobilienfinanzierungen im unteren Bereich“, die Immobilien in Hallein und Wien seien auch anders bestens verwertbar, „da haben wir überhaupt keine Sorgen“, so Salhofer. Im Grundbuch scheine man auf Wunsch des Kreditnehmers nicht auf, der Bank sei das eigentlich egal.
Martin Humer wird wohl weiter mit Weihwasser-Sprüchen und Pamphleten gegen Pornografie, Abtreibung und moderne Kunst kämpfen müssen (Humer besprühte bekanntlich auch die Lüpertz-Mozart-Skulptur in Salzburg). Immerhin – der SF-Journalistin wünschte der im persönlichen Umgang durchaus amüsante 84-Jährige: „Gott segne dich, meine Tochter.“
 

 

Du legst denen einen Haufen Geld hin“

„Das Rotlichtgeschäft wirft im Grunde nur Schwarzgeld ab. Bekannt ist auch, dass viele Bordelle die Umsätze nicht deklarieren oder die Steuern nicht zahlen“, weiß der Salzburger Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater Christian Bernstorf. Faktum ist, dass sich in den Vertragswerken der Branche haufenweise anonymisierte Rechts- und Firmenkonstruktionen und harmlose „Strohmänner“ finden (früher bezeichnete man sich den Behörden gegenüber gerne als „Hausmeister“ des Bordells). Zur Klärung, wie die Milliarden-Einkünfte aus der Prostitution weiß gewaschen werden, braucht es mittlerweile Spezialeinheiten. Die heutige Tätergeneration bediene sich eines „Höchstausmaßes an Kreativität und moderner Technik“, erläuterte der Chef der deutschen Finanzmarktaufsicht „BaFin“ unlängst bei einer Tagung mit dem Deutschen Bundeskriminalamt. Man nutzt elektronische Zahlungswege im Internet, schleust Geld über Online-Casinos in den Kreislauf und überweist es sich über Offshore-Firmen (Briefkasten-Firmen auf Inseln) zurück. Ein Insider aus dem Prostitutionsmilieu schildert, wie es auch geht: „Wenn du einen Haufen Geld beisammen hast, gehst du zur Bank und legst denen das hin. Im Gegenzug kriegst du einen Kredit und die Bank kriegt die Zinsen.“
 

 

Quelle: www.salzburger-fenster.at 30.09.2009